LI entwickelt sich in der Regel ganz allmählich mit ständig stärkerer Ausprägung an Magen-Darm-Störungen, hervorgerufen durch die Unverdaulichkeit des Milchzuckers aufgrund eines sich im Laufe der Jahre verstärkenden Mangels des Enzyms Laktase, das zum Abbau des Milchzuckers nötig ist. Die Beschwerden sind mitunter sehr unspezifisch und vielfältig, daher vergeht häufig eine längere Zeit bis dem Verdacht auf Laktoseintoleranz nachgegangen wird.
Leitsymptome einer Laktoseintoleranz sind Durchfall und durchfallartige Störungen, die bisweilen auch von Erschöpfung und depressiver Verstimmung begleitet sind.
Ca 70-80% der Weltbevölkerung entwickeln im Laufe des Lebens eine Milchzuckerunverträglichkeit. Problematisch ist es, wenn bereits Säuglinge darunter leiden, da diese dann unter Umständen nicht einmal die Muttermilch verdauen können. Naturgemäß muss ein Säugling über eine ausreichende Produktion von Laktase im Verdauungstrakt verfügen, was im Laufe des weiteren Lebens durchaus nicht mehr erforderlich ist.
Da Milchzucker in sehr vielen Fertiggerichten enthalten ist (Backwaren, Pizza, Keksen, Wurstwaren, Fertigsoßen) und nicht nur in Milchprodukten können auch nach dem Genuss scheinbar milchfreier Kost Beschwerden auftreten.
Feststellen , ob Sie unter eine Laktoseunverträglichkeit leiden können Sie mittels einer Eliminationsdiät oder durch den H2-Atemtest, den mittlerweile auch immer öfter von Hausärzten auf Verlangen durchgeführt wird.
Bei leichten bis schweren Beschwerden hilft die Einnahme von Laktasepulver oder -Kapseln vor milchzuckerhaltigen Mahlzeiten.
Die Milchzuckerintoleranz ihrerseits führt im Laufe der Zeit zu einen Störung der Darmflora und kann somit Wegbereiter sein für weitere Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Histaminose und Fruktoseintoleranz.



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HP Rita Jurgens-Krüssmann
Stand 29 Juli, 2011


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